Wärmepumpen: Allgemeine Informationen und Merkmale

Wenn wir das von den Vereinten Nationen festgelegte Netto-Null-Ziel für 2050 erreichen wollen, sind umfassende Veränderungen erforderlich. So müssen Städte beispielsweise intelligentere Stadtplanungsmodelle einführen, die den privaten Verkehr minimieren; Automobilhersteller müssen ihre gesamte Modellpalette auf Batterieantrieb umstellen; Gebäudeeigentümer müssen vor dem Abriss alter Wohngebäude eine Sanierung in Betracht ziehen, und Bauunternehmen müssen nachhaltige Alternativen zu Beton prüfen.

Um unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern, müssen auch Hausbesitzer Maßnahmen ergreifen. Immer mehr Regierungen weltweit ermutigen die Menschen, Gasheizkessel durch Wärmepumpen zu ersetzen, um Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu verbessern. Die Förderung dieser Technologie ist jedoch nicht unumstritten – insbesondere im Vereinigten Königreich.

Was genau sind Wärmepumpen? Wie funktionieren sie? Und sind sie wirklich die Zukunft oder nur heiße Luft?

Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist ein Gerät, das mit Hilfe von Strom Energie von einem Ort zum anderen transportiert. Der Name „Wärmepumpe” ist etwas irreführend, da sie je nach Bedarf sowohl warme als auch kühle Luft in ein Gebäude liefern kann.

Im Winter können Wärmepumpen beispielsweise Wärme aus dem Außenbereich eines Hauses entziehen und ins Innere transportieren, während sie im Sommer Wärme aus dem Innenbereich nach draußen abgeben können.

Luftwärmepumpen nutzen die Wärmeenergie der Außenluft eines Gebäudes. Mit Hilfe von Ventilatoren wird diese Wärme über einen Wärmetauscher geleitet, um dessen Kältemittel zu erwärmen.

Diese Art von Wärmepumpe ist am weitesten verbreitet, da sie relativ einfach außerhalb eines Gebäudes installiert werden kann. Dank ihrer Fähigkeit, Wärmeenergie zu speichern, sind sie auch im Winter trotz fehlender Außenwärme effektiv.

Es gibt zwei Haupttypen von Luftwärmepumpen. Luft-Luft-Wärmepumpen nutzen die Außenluft und leiten sie über Ventilatoren in das Gebäude. Im Gegensatz dazu leiten Luft-Wasser-Wärmepumpen die Luft in ein Nasszentralheizungssystem und können Warmwasser erzeugen.

Die Preise für Gas und Öl, mit denen unsere Heizkessel betrieben werden, unterliegen Schwankungen – insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit und globaler Konflikte wie der Invasion der Ukraine. Wärmepumpen sind eine kostengünstigere und weniger volatile Option – Gebäudeeigentümer sparen die Kosten für die Bestellung von Brennstoffen und haben die Möglichkeit, ihre Gasrechnungen zu eliminieren.

Wärmepumpen sind für ihre Effizienz bekannt. Sie beziehen nur ein Drittel ihrer Energie aus Strom, was den Preisunterschied zu Öl- und Gassystemen potenziell ausgleichen kann, und sind mindestens dreimal so effizient wie Gasheizkessel.

Etwa 70 bis 80 % der von einer durchschnittlichen Wärmepumpe gelieferten Energie ist erneuerbar. Darüber hinaus hat eine Studie von EDF ergeben, dass durch die Installation einer Wärmepumpe die CO2-Emissionen über einen Zeitraum von zehn Jahren um mehr als 23 Tonnen reduziert werden können, was sie zu einer attraktiven Option für Unternehmen und Privathaushalte macht, die ihren CO2-Fußabdruck verringern möchten.

Im Gegensatz zu Gasheizkesseln werden Wärmepumpen in der Regel außerhalb eines Gebäudes oder unterirdisch installiert, sodass Gebäude- und Hausbesitzer den zusätzlichen Platz als Stauraum nutzen können.

Das Vereinigte Königreich, die USA, Deutschland, Neuseeland und viele andere Länder bieten Subventionen, Anreize und Zuschüsse für die Anschaffung von Wärmepumpen, die bei den erheblichen Kosten für den Kauf und die Installation helfen können.

Quelle: University of the Built Environment