Initiative zur Diversifizierung der Gasversorgung in Frankreich

Frankreich hat ein Verbot für den Einbau von Gasheizkesseln in Neubauten, einschließlich Gewerbegebäuden, ab 2027 angekündigt. Dies gab Premierminister Sébastien Lecornu bekannt und erklärte, die Regierung werde ihre derzeitigen Fördermittel für die Elektrifizierung von Heizungsanlagen bis 2030 auf jährlich 10 Milliarden Euro (11,7 Milliarden US-Dollar) verdoppeln. Zur Unterstützung der Elektrifizierung hat sich die französische Regierung verpflichtet, bis 2030 jährlich eine Million in Frankreich hergestellte Wärmepumpen zu installieren. Bereits vor dieser Ankündigung galten in Frankreich Verbote für Öl- und Gasheizkessel. Ölheizkessel sind seit 2022 in allen Gebäuden verboten.

Gasheizkessel sind seit 2022 in neuen Einfamilienhäusern und seit 2025 in neuen Mehrfamilienhäusern verboten; Hybridheizkessel sind jedoch weiterhin zugelassen. Frankreich plant, bis 2050 zwei Millionen Sozialwohnungen von Gasheizungen auf elektrische Heizsysteme umzustellen. Die Verbote sind Teil der Umsetzung der Vorgaben der überarbeiteten EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) von 2024 in nationales Recht. Die EPBD fordert die Dekarbonisierung der Heizung und Kühlung durch Fernwärme- und Fernkältenetze sowie den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen für Heizung und Kühlung mit dem Ziel, fossile Heizkessel bis 2040 vollständig zu ersetzen. Frankreich hatte 2024 mit 6,5 Millionen installierten Wärmepumpen die höchste Anzahl in Europa. Obwohl keine Verkaufszahlen nach Kältemittel vorliegen, sind Propan-Wärmepumpen (R290) im Wohnbereich immer häufiger anzutreffen und machten 2024 38 % aller KEYMARK-Zertifizierungen aus.

KEYMARK ist ein freiwilliger Zertifizierungsstandard für europäische Wärmepumpen. Die Organisation zertifizierte 2024 2.443 Wärmepumpenmodelle.


Quelle: https://naturalrefrigerants.com/news/france-to-ban-gas-boilers-in-all-new-buildings-starting-in-2027/