Südkorea erkennt Luftwärme als erneuerbare Energiequelle an und führt einen Tarifplan für Wärmepumpen ein

Um die Nutzung von Wärmepumpen zu fördern, wird die Regierung Luftwärme als erneuerbare Energie anerkennen und einen Stromtarif speziell für Wärmepumpen einführen. Sie hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, bis 2035 3,5 Millionen Wärmepumpen zu verteilen, um die Treibhausgasemissionen um 5,18 Millionen Tonnen zu reduzieren.
Die Regierung kündigte am 16. auf einem Treffen von Ministern zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und einer Arbeitsgruppe für Wachstumsstrategien einen „Plan zur Förderung der Wärmepumpenverteilung“ an.
Laut Regierung macht thermische Energie etwa die Hälfte (48 %) des gesamten Energieverbrauchs und 29 % der CO₂-Emissionen aus und ist damit eine bedeutende Energiequelle. Die Regierung sieht die Notwendigkeit, fossile Heizsysteme durch Wärmepumpen zu ersetzen, die kein direktes Kohlendioxid ausstoßen.

Allerdings sind Wärmepumpen (11 Millionen Won) mit einem elfmal höheren Installationsaufwand als Gas- oder Fernwärmeheizungen verbunden, im Vergleich zu Stromtarifen wenig wettbewerbsfähig und benötigen Installationsfläche. All dies stellt ein Hindernis für die breitere Akzeptanz dar. Auch der Mangel an Vertriebsunterstützung oder speziell auf Wärmepumpen zugeschnittenen Anreizen wurde als Faktor genannt, der eine breitere Nutzung behindert. ◇ Wärmepumpen-Abo-Service und Sondertarif starten… Luftwärme wird als erneuerbare Energie anerkannt
Die Regierung hat daher beschlossen, den Einsatz von Wärmepumpen schrittweise voranzutreiben. Zunächst werden Wärmepumpen vorwiegend in Einfamilienhäusern ohne Stadtgasanschluss und mit bereits vorhandenen Solaranlagen installiert. Auch die Installation und Nutzung von Wärmepumpen in Seniorenheimen und landwirtschaftlichen Betrieben mit Blumen- und Gemüseanbau soll ausgeweitet werden. Für neue Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser wird die Bereitstellung von dedizierten Installationsflächen für Wärmepumpen gefördert.

Ein Regierungsbeamter erklärte: „Bei einer Kombination aus 3 kW Solaranlage und Wärmepumpe ist der progressive Tarif vorteilhaft.“ Er fügte hinzu: „In diesem Fall belaufen sich die jährlichen Stromkosten auf etwa 1,5 Millionen Won, was günstiger ist als die jährlichen Kosten für Gas- oder Ölheizungen (ca. 2 Millionen Won + Strom).“ Zudem wird ein Wärmepumpen-Abo-Service eingeführt. Hersteller oder Energieplattformen stellen Wärmepumpen für einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung und übernehmen die Verwaltung. Die Verbraucher zahlen die Leihgebühren und die Wartungskosten. Die Regierung plant, die wirtschaftlichen Anreize durch die Vergabe von Emissionshandelsgutschriften zu ergänzen.

Zusätzlich wird die Regierung das Gesetz über neue und erneuerbare Energien sowie die dazugehörige Durchführungsverordnung überarbeiten, um Luftwärmepumpen als erneuerbare Energie anzuerkennen. Dadurch können Luftwärmepumpen zur Erfüllung des Renewable Portfolio Standard (RPS) für öffentliche Einrichtungen und zur Zertifizierung von Nullenergiegebäuden eingesetzt werden.

Für Haushalte, die ausschließlich Wärmepumpen nutzen, wird die Regierung einen Stromtarif speziell für Wärmepumpen vorbereiten, der nicht dem progressiven Tarifsystem für Privathaushalte entspricht. Ein Regierungsbeamter erklärte: „Bei ausschließlicher Nutzung einer Wärmepumpe ist ein Tarif ohne progressives System kostengünstiger.“ Er fügte hinzu: „Wir befinden uns in der finalen Phase der Konsultationen mit der Korea Electric Power Corporation.“
Quelle: biz.chosun